Es ist in der Tat eine Weile her – fast ein halbes Jahr habe ich nicht mehr geschrieben. Einen echten Grund dafür gibt es nicht – ausser vielleicht die Tatsache, dass sich viele Dinge weiterentwickelt und verändert haben. Das musste ich erstmal wirken lassen – schliesslich will ich keine voreilige Meinung veröffentlichen bevor ich grundlegend darüber nachgedacht habe. Nachdem ich nun auch auf Facebook ständig angesprochen wurde, dass ich doch weiterschreiben sollte und auch die Lust zum Schreiben wieder zurückgekehrt ist, werde ich dies tun.

Gleich vorneweg sei verraten: ich bin jetzt in einer ernsthaften und festen Beziehung und jeder um mich herum wird plötzlich schwanger. Ach ja, und ich wurde gestern 30. :P

Ich denke also – the next generation kann starten…

“Lebe jeden Tag als wäre es der Letzte” – schön in der Theorie, aber doch wohl nur als idealistisch zu betrachten. Das praxisnahe Leben schmeisst uns dann doch eher in die langweilige und nicht füchterlich spannende Realität zurück – genannt Alltag. Darüber habe ich auch schon einleitend in Kapitel 1 geschrieben und ich möchte den dortigen Grundgedanken nun im Bezug auf Liebe und Sex erweitern. Diese Betrachtung berücksichtigt das “Jagdspiel”, die Treue und das Miteinander – immer im Bezug auf den uns ständig umgebenden Reiz nach Neuem & Abenteuer. Eine nicht ganz einfache aber ehrliche Betrachtungsweise…

Auf zur Jagd

Melissa1919 hat in einem Forum die folgende Frage gestellt: “Mich würde mal interessieren, wie wichtig für euch der sog. Jagdtrieb des Mannes beim Entstehen von Beziehungen ist. Ist es generell so, dass man als Frau nicht allzu viel Interesse zeigen darf um für einen Mann begehrenswert zu bleiben? Muss man ihn etwas zappeln lassen, um ihn anzulocken? Wollen Männer grundsätzlich erobern und nicht erobert werden?” (Quelle: http://forum.gofeminin.de/forum/couple1/__f47636_couple1-Der-Jagdtrieb-des-Mannes.html)
Diese Frage stellen sich wohl sehr viele Frauen und dies auch zu Recht. Das lustige daran ist, dass Männer sich durchaus genau die gleiche Frage stellen – vor allem aber eine Spur erweitert. Ich möchte aber nicht darauf eingehen ob Männer erobern wollen oder erobert werden möchten. Viel mehr will ich die Gesamtthematik betrachten:
Darwin hat damals die These aufgestellt, dass Monogamie unnatürlich ist (Quelle: http://blog.thebrights.de/2008/04/16/monogamie-ist-unnaturlich/) und sich dies nicht nur auf den Mann beschränkt. Prof. Dr. Axel Meyer von der Uni Konstanz beschreibt dies sehr anschaulich am Beispiel der Graugänse und diese Theorie ist in meinen Augen sehr gut auf die Menschen zu erweitern.
Doch bleiben wir wie immer bei meinen persönlichen Eindrücken.

Sowohl in meinen Bekanntenkreis als auch in meinem eigenem Leben hat die “Jagd” immer eine entscheidende Rolle gespielt. Der Kick für das eigene Ego, dass sich ein Mensch für Dich interessiert und man versucht diesen Menschen für sich zu gewinnen ist in der Tat nicht zu unterschätzen. Es gibt uns das Gefühl begehrt zu werden und füllt uns mit einem gesunden Selbstwertgefühl. Das Idealbild, dass uns durch unsere christliche Gesellschaft und auch durch die Medien vermittelt wird, schliesst die Jagd an sich nicht aus, endet aber immer in einer festen Beziehung in welcher der Jagdtrieb dann aber bitte aufzuhören hat. Nun stelle ich aber ernsthaft die Frage, wie eine so tief in unseren Genen verankerte Grundeigenschaft aufhören soll, “nur” weil wir in einer festen Beziehung sind.
Ich glaube, das ist nicht möglich. Das soll keine Einladung zum fremdgehen sein – viel mehr soll es aufzeigen, dass es auch wichtig ist in einer Beziehung weiterhin das Gefühl zu bekommen begehrt zu werden – sowohl für Männer als auch für Frauen.
Dennoch muss hier eine Unterscheidung zwischen Mann und Frau gefunden werden: Wenn eine Frau sich einen Liebhaber sucht, liegt dies in der Regel darin, dass Sie in Ihrer Beziehung unzufrieden ist und nicht die Bestätigung bekommt, die sie verdient hat. Die Frau an sich ist das häusliche Wesen – aus darwinistischer Betrachtungsweise – und legt sich auf einen Partner fest, was aber nicht bedeutet, dass “Mann” diese Beziehung nicht pflegen muss.
Ein Mann dagegen kann durchaus in einer glücklichen Beziehung sein und dennoch beginnt er eine oder mehrere Affairen – wie kommt das? Ich kenne Männer, die seit vielen Jahren in einer glücklichen Beziehung sind und niemals diese Frau als feste Partnerin aufgeben möchten – dennoch gehen sie fremd. Als Grund beschreiben sie mir eben genau diesen Jagdtrieb, der offenbar einfach nicht zu unterdrücken ist. Nun mögen die Frauen dies als Armutszeugnis für die männliche Rasse bezeichnen und vielleicht stimmt dies ja auch – zumindest in der weiblichen Denkweise auch absolut nachzuvollziehen. Es gibt allerdings in der Tat Männer, die dies ganz simpel und einfach als “Sex” bezeichnen – nicht mehr und nicht weniger.
Das dies für eine Beziehung sehr gefährlich ist steht außer Frage – ob es aber verwerflich ist sei mal dahingestellt. Meine persönlichen Ideale sprechen gegen Untreue und ich versuche natürlich danach zu leben und ein guter und treuer Partner zu sein – dennoch habe ich Verständnis für meine Bekannten, die mir glaubhaft versichern, dass es dann eben doch nur um Sex ging.
Liebe Frauen, der Jagdtrieb mag in der heutigen Zeit überholt sein, aber er ist da – bei jedem Mann, das kann ich euch versichern.

Wie kann man damit umgehen? Gute Frage… der beste Weg ist wohl offen und ehrlich miteinander zu reden und somit die Beziehung transparent zu gestalten – der beste Weg den Jagdtrieb in einer gesunden Bahn zu halten liegt wohl darin, dem Mann ausreichende Bestätigung zu geben und auch beim Thema Sex offen und ehrlich miteinander umzugehen. Viele Männer trauen sich nicht mit ihrer Partnerin offen über die Wünsche beim Sex zu sprechen, aus der Angst heraus (ja, auch Männer haben Angst) seinen Partner mit extremen Wünschen zu schocken. Manchmal ist es aber auch gut und wichtig neue Dinge auszuprobieren, die sich der Partner wünscht – oft lernt man hierbei Dinge zu mögen womit man gar nicht gerechnet hätte.

Buzz – die Gefahr des ständigen Reizes

Wir wissen nun also das ein ständiger Reiz besteht “andere Weibchen” interessant und attraktiv zu finden. Dies kennt jeder von uns und das Sprichwort “Appettit holen ist erlaubt, gegessen wird zuhause” kommt ja auch nicht von irgendwo. Es ist naiv zu glauben, dass man für seinen Partner immer der hübscheste, tollste und attraktivste Mensch auf Erden ist. Der Reiz des Neuen geht nach einiger Zeit in jeder Beziehung verloren und daher ist es umso wichtiger sich in einer Beziehung weiterzuentwickeln und nicht stehen zu bleiben. Dies beschränkt sich nicht nur auf den Sex sondern auch auf alle anderen Bereiche in einer Beziehung. Der Reiz ist immer da und eine Beziehung ist ein täglicher Kampf bzw. um es konstruktiver zu bezeichen: Eine tägliche Herausforderung, an der man arbeiten muss.

Die Droge Ego-Trippin
Es gibt ein Phänomen, dass ich gerne als die Spirale des Ego-Trippings bezeichne und diese Spirale ist sehr gefährlich. Ähnlich wie bei einer Droge ist der ständige “Konsum” des Ego-Kicks nämlich sehr gefährlich. Wenn man sich daran gewöhnt hat, regelmässig diesen Kick zu erhalten, kommt man davon kaum mehr los. Ich kenne sowohl viele Männer als auch Frauen, die sich bspw. nach einer langen Beziehung austoben möchten. Dieses Austoben bedeutet eigentlich nichts anderes als unverbindlichen Sex mit unterschiedlichen Perosnen. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden, dennoch muss man hier vorsichtig sein. Dieser Lebenstil ist nämlich genau dies nicht: Ein Lebenstil. Viel mehr sollte es eine zeitlich begrenzte Phase sein, die wieder in einer festen Beziehung endet.

Wenn man nämlich erstmal angefangen hat sich daran zu gewöhnen die Bestätigung fürs eigene Ego durch regelmässige Abenteuer zu generieren und eben nicht durch den festen Partner, ist es sehr schwer da wieder rauszukommen. Es ist in der Tat ein Kick sich selbst zu beweihräuchern durch die Tatsache mit möglichst vielen Partnern in die Kiste gehüpft zu sein, aber eines macht es ganz sicher nicht – und da ist die Nähe zu Drogen wieder mal erkennbar: Es macht nicht glücklich. Es ist ein kurzer Trip, ein zeitlich begrenzter Kick und man fühlst sich schlecht wenn man diesen Kick nicht mehr erlebt. Tief in seinem Innersten weiß man, dass es nicht richtig ist und dennoch kommt man davon nicht los.

Was aber ist die Heilung? Der Weg ist das Ziel und der Weg tut sich erst auf wenn man ihn geht. Dies bedeutet, dass man den Mut haben muss sich auf etwas festes einzulassen. In dem Moment in dem man einen Partner gefunden hat mit dem eigentlich soweit alles ganz gut passt, muss man diesen Weg beschreiten und ihn dann auch durchziehen. Und tataaa – plötzlich tun sich ganz neue Erfahrungen auf. Man stellt fest, dass es 1000 mal mehr wert ist etwas festes mit einem Menschen aufzubauen als nur den nächsten Fick zu erleben. Vor allem aber erkennt man für sein eigenes Ego, dass es sehr viel mehr Mühe, Schweiß und Tränen bedarf eine Beziehung aufzubauen als die Kleine von nebenan abzuschleppen. DAS ist der eigentliche Kick fürs Ego.

Proximus sum egomet mihi – das sollten wir auf unser Umfeld erweitern.

Was habe ich nicht schon alles geschrieben über das große Verliebtsein, das kleine Verliebtsein und das gar nicht verliebt sein. Den besten Weg eine Beziehung einzugehen habe ich bisher immer elegant versucht um umschiffen, da ich da sicherlich auch nicht unbedingt das große Vorbild bin und ich da sicherlich keine guten Ratschläge geben kann.
Einen besonders simplen aber dennoch aussergewöhnlichen Ansatz habe ich jetzt bei einem Freund erlebt und das möchte ich natürlich meiner Leserschaft nicht vorenthalten.

Ein Freund in meinem Alter (Fast 30 – yeah) lernte vor einiger Zeit eine Frau kennen, mit der er so richtig gut kann. Sie passen gut zusammen, haben eine tolle Zeit miteinander und haben eine Menge gemeinsam. Unter anderem die Angst vor etwas Neuem. Beide sind häufig enttäuscht worden, haben schon die eine oder andere Beziehung hinter sich und begegnen dem Thema daher mit einer gewissen Skepsis. Dazu kommt, dass beide in der Vergangenheit eine Affaire hatten, die nicht besonders gut ausgegangen ist und dies die Situation nicht unbedingt einfacher macht.

Was haben die beiden also gemacht? Ganz simpel: Sie haben sich auf ein Daten geeinigt mit dem Ziel zusammen zu kommen. Das klingt erstmal nicht besonders aufregend, wenn man sich aber näher damit beschäftigt ist es das durchaus. Daten kennt man bei uns in Deutschland eigentlich nicht so wirklich – in Amerika ist das ganze anders. Da lernt man jemanden kennen und dated erstmal eine Zeitlang. Das kann durchaus einige Wochen gehen bevor man dann fest zusammenkommt. In Deutschland ist das irgendwie anders. Hier trifft man sich paar Mal und wenn man dann in der Falle gelandet ist endet es entweder in einer Beziehung, einer Affaire (unverbindlicher Sex) oder eben… am Ende. Es endet einfach.

Die beiden machen das ganz geschickt. Sie treffen sich, haben eine tolle Zeit und checken erstmal intensiv ab ob das ganze wirklich etwas ist worauf man aufbauen kann. Ganz klar liegt aber der Fokus darauf, dass man mal zusammen kommt und sollte es sich während des Datens in die Richtung entwickeln, dass man doch nicht so davon überzeugt ist, lässt man es eben. Auf diesen Weg haben beide die Möglichkeit völlig unkompliziert dem Thema Beziehung sich anzunähern und nicht gleich wieder die große “Ich-hab-Angst-meine-Freiheit-zu-verlieren” Keule zu schwingen.

Das Ganze hat aber nichts mit Oberflächlichkeit zu tun, sondern baut eigentlich darauf auf, wie man viele wichtige Dinge im Leben – und dazu zähle ich jetzt einfach mal eine Beziehung – manchmal angehen sollte: Langsam! Also einfach mal ins Kino gehen, gemeinsam Zeit verbringen, sich in jeglicher Form annähern und dann wird man schon sehen wo und wie das ganze endet.
Die einzige Bedingung laut den Beiden liegt darin, dass man das ganze ernst nimmt – sprich andere Partner / Actions sind nicht erlaubt.

Das Interessante ist, dass dies bei den beiden echt gut klappt – zumindest sagen dies Beide. Ich bin jedenfalls gespannt wie das ganze weitergeht – es ist auf jeden Fall mal ein Weg in eine andere Richtung.

Ich hab´s ja wirklich versucht Kapitel 2 hinter mir zu lassen aber es funktioniert einfach nicht. Es ist gerade 1 Monat im neuen Jahr 2010 vergangen und ich habe bereits schon wieder soviele Eindrücke und Erfahrungn mitbekommen, dass ich nicht aufhören kann über Beziehungen zu schreiben. Vielleicht ist es mein Schicksal als Carry Bradchaw in männlicher Form zu schreiben. Seit meinem letzten BLOG Eintrg sind schon wieder soviele Dinge passiert, dass ich ein ganzes Kapitel schreiben könnte.

Also legen wir los.

Ja es ist vorbei mit Kapitel 2, das Thema Sex und Liebe ist nun intensiv behandelt worden und ich möchte mich nun der menschlichen Psyche und dem Antrieb eines jeden von uns widmen – dem Sinn des Lebens quasi auf eine wahrscheinlich nur oberflächliche und völlig unphilosphische Art und Weise nähern. Das schöne daran ist, dass man auf fertige Zitate zurückgreifen kann ohne seinen eigenen kreativen Input walten lassen zu müssen.

Ich möchte den Anfang mit meinem Lieblingsschriftsteller starten: Paulo Coelho.

Sie hatte herausgefunden, daß es zwei Dinge gibt, die einen Menschen daran hindern, seine Träume zu verwirklichen: der Glaube, sie seien ohnehin unerfüllbar, oder wenn diese durch eine unerwartete Drehung des Schicksalsrades plötzlich doch erfüllbar werden. In solchen Augenblicken bekommt man Angst vor einem Weg, von dem man nicht weiß, wohin er führt, vor einem Leben voller unbekannter Herausforderungen, davor, daß vertraute Dinge für immer verschwinden könnten.
- Paulo Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym

Jeder Mensch hat seine Träume und sein Idealbild davon wie das Leben sein sollte. Auch ich bin ein solcher Mensch. Ich glaube an viele Dinge, unter anderem daran, dass man sich selbst treu bleiben muss – auch wenn es manchmal extrem schwer fällt. Ich will nicht ins Detail gehen aber es gibt das eine oder andere woran ich glaube und so wie manch einer seinen Glauben in Gott findet, habe ich meinen Glauben in bestimmten Einstellungen wie das Leben einem spielen sollte.
Unser Leben ist geprägt von Erfahrungen und leider auch von Enttäuschungen. Die Frage ist wie man mit diesen Enttäuschungen umgeht. Akzeptiert man sie und lässt sich von Ihnen unterkriegen oder sammelt man daraus die Kraft noch mehr an das Besondere in den persönlichen Träumen zu glauben? Ich denke, dass die wirklich wichtigen und Besonderen Dinge in unserem Leben nicht mal so eben zu finden sind und sie es wert sind dafür zu kämpfen – und daran weiterhin zu glauben.

 

Ich habe vor 2 Tagen den Film “Zweiohrküken” gesehen und auch wenn die Kritiker den Film als billige und platte Fortsetzung titulieren, so habe ich doch meine ganz eigenen Erlebnisse in diesem Film wiederfinden können. Das war sicherlich nicht Til Schweigers Absicht, aber wie dem auch sei – der Film hat auf den dritten Blick einige sehr interessante Aspekte, die man vielleicht nur verstehen kann, wenn man selbst einmal in dieser Situation war. Es geht im Grunde nur um eines: Egal wie sehr man manchmal vom Weg abkommt, es ist wichtig zu erkennen woran man im Tiefsten seines Herzens glaubt und dem muss man auch treu bleiben. Dies bedeutet nicht, dass man blind durch die Welt rennen sollte, aber verdammt noch mal – nur weil das Umfeld zu bequem oder feige ist an die wirklich schwer zu erreichenden Dinge zu gelangen, bedeutet das doch nicht dass man seine Ideale und Träume aufgeben muss.

 

Whatever, ich bin stolz an die Dinge zu glauben, die ich für essentiell halte – egal wie schwer die Rückschläge oder Enttäuschungen sind.
Um mit Paulo Coelho auch wieder zu schliessen:

 

There is only one thing that makes a dream impossible to achieve: the fear of failure
Paulo Coelho, The Alchimist

Wer meinen Blog seit längerer Zeit verfolgt, hat sicherlich mittlerweile mitbekommen, dass ich stets versuche die Themen Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen sowohl von rationaler als auch emotionaler Ebene zu betrachten. Das ist notwendig um mehr oder weniger zuverlässige Aussagen treffen zu können, sonst endet es entweder in einer Hollywood Love-Story oder aber in einer Betrachtungsweise, die eher an Commander Spock erinnert.  Wie immer macht es wohl die Mischung.

Doch woran erkennt man Liebe? Was ist dann Verliebt sein? Und wann bilde ich mir das alles nur ein?

Bumm Bumm!

Sicherlich oder hoffentlich hat jeder von uns in seinem Leben bereits die Erfahrung gemacht einen Menschen kennenzulernen, bei dem es einen so richtig aus der Bahn haut. Wenn man diesen Menschen trifft ist jede Sekunde kostbar, wir haben die berühmten Schmetterlinge im Bauch und kaum ist der Mensch verschwunden, bekommen wir schon wieder Sehnsucht nach ihm. In der Regel kommt sowas eher in jungen Jahren (14-18) vor, danach wird das ganze mit steigendem Alter eher seltener. Ich bin heute 29 und kann von mir behaupten, dass ich es noch nicht oft erlebt habe – aber ich habe es zumindest erfahren.

Doch was genau bedeutet das “Bumm Bumm” eigentlich? Viele Menschen bezeichnen dieses Gefühl als Liebe, was aber – aus meiner Sicht heute – nicht richtig ist. Es geht hierbei viel mehr um ein VERliebt sein. Etwa 99.9 % der Menschen die ich kenne erzählen mir, dass sie zu Beginn dieses Kribbeln hatten, im Laufe der Zeit dann aber etwas anderes daraus gewachsen ist. Dieses “Andere” könnte man dann wohl als Liebe bezeichnen. Doch ich will nicht über die Liebe an sich sprechen, sondern das Thema VERliebt behandeln.

Ein Freund von mir war kürzlich in einer Situation, in der er kaum klar denken konnte, so sehr war er verliebt. Er beschrieb mir das Ganze zunächst am Telefon sehr emotional – ich wollte ihm erst nicht glauben, bis ich ihn dann tatsächlich gesehen habe. Kein schöner Anblick um ehrlich zu sein. Ein Mensch, der normalerweise keine Probleme mit Frauen hat, war plötzlich komplett gelähmt und auf eine einzige Frau fixiert. Die Problematik lag nun aber darin, dass die gute Dame nicht so ganz wußte was sie will und ihn mehr oder weniger an der langen Leine hielt. Diese Situation führte dazu, dass mein Freund das letzte bisschen Stolz verlor und sich komplett auf die “Wunderdame” konzentrierte. Am Ende kam es so, wie es kommen musste: Es ging schief und die Scherben aus Enttäuschung, kaputtem Stolz und Wut lagen auf dem Boden.

Wie kann so etwas passieren?

Die normale Herangehensweise zwischen 2 Menschen läuft eigentlich so ab:

1. Man sieht sich und findet sich attraktiv.

2. Man riecht sich und findet sich unterbewußt aufgrund von Duftstoffen attraktiv.

3. Man lernt sich kennen und prüft sowohl unterbewußt als auch bewußt ob man zusammen passt.

4. Man kommt zusammen und bleibt es oder eben nicht.

Die meisten Menschen verfolgen wohl diese übliche Herangehensweise wenn es darum geht einen neuen Menschen kennenzulernen. So auch mein Freund. Es kam nur eine Kleinigkeit dazwischen: Die Gewichtung von Punkt 3 – passt man denn zusammen?

Die Romantiker unter uns (und ich bin auch einer) schreien jetzt vielleicht auf. “Wenn man sich gern hat, muss es doch klappen!” So dachte ich auch immer und an und für sich ist das schon richtig. Dennoch ist es ein Wunschdenken, da der Faktor “Vernunft” nicht vollständig ausgelassen werden sollte. Darüber habe ich aber schon mal geschrieben, als es um die postpubertäre Mid-Life Crisis ging. Mir geht es hierbei aber viel mehr um die Interpretation dieser besagten Gefühle. Diese kleinen Mistdinger können uns nämlich ganz schön was vormachen…

Ich saß nun also bei meinem Freund und fragte ihn, ab welchem Zeitpunkt denn diese extremen Gefühlen begonnen hatten und seine Antwort war recht interessant. Zu Beginn waren diese Gefühle nämlich noch gar nicht so extrem, es war ganz schön zwischen den Beiden und er war wie immer recht cool drauf. Erst zu dem Zeitpunkt, zu welchem er nicht das zurückbekam, was er investierte begannen diese Auswüchse in die Extreme. Plötzlich wurde es für ihn ein Problem sie mal paar Tage nicht zu sehen, obwohl das doch bisher immer ohne Probleme funktionierte. Jede SMS wurde gedeutet, jedes Antwort genau überlegt. Das unkomplizierte aufeinander zugehen und kennenlernen wurde von dem Drang überschattet Bestätigung zu bekommen. Und hier fingen dann auch die Gefühle an – oder das was er als Gefühle bezeichnete.

Sind wir also nur ein Opfer unserer stetigen Sucht nach Bestätigung? Ein mir sehr naher Mensch sagte mir neulich auf diese Geschichte, dass verliebt sein eigentlich eine extrem rationale Sache ist:
Wir lernen einen Menschen kennen, sind aufgeregt und wissen nicht was uns erwartet. Dies führt dazu, dass unser Körper Stresshormone ausschüttet (im Volksmund als Schmetterlinge im Bauch bezeichnet) und wir fühlen uns anders als wir es gewohnt sind. Diese Aufregung verschwindet in der Regel dann, wenn wir den Menschen näher kennenlernen und merken, dass wir ganz gut zusammen passen. Passiert nun aber das Gegenteil und wir werden an der langen Leine gehalten bleiben zum einen diese Stresshormone (und verursachen den “Herzschmerz”, was nicht anderes ist als eine körperliche Reaktion auf die Hormone) bestehen, zum anderen passiert etwas viel bedeutenderes: Unser EGO kommt ins Spiel. Nun geht es nicht mehr nur darum, einen Menschen kennenzulernen, es geht darum, dass ein Mensch uns nicht will bzw. wir in dessen Augen nicht gut genug sind.

Je nachdem wie verwöhnt man ist, kann das ganz schön böse Folgen haben.

Ich habe meinem Freund geraten klaren Tisch zu machen, er aber sagte er wolle kämpfen – er wolle ihr die Augen öffnen. Ich fragte ihn wofür er denn kämpfen wolle, es gäbe doch noch nichts. Ist ja nicht so, dass sie jahrelang zusammen waren und etwas aufgebaut haben. Ich persönlich bin auch ein Kämpfer, aber sollte es sich nicht lohnen für etwas zu kämpfen und nicht nur für das eigene Ego? Nu denn, für ihn waren die Gefühle es wert, dass man für sie kämpft. Also kämpfte er… und flog auf die Schnauze. Er kämpfte weiter… und flog wieder auf die Schnauze. So ging das eine ganze Weile. Was lernen wir daraus?

Es ist nicht möglich um die Gefühle eines Menschen zu kämpfen. Entweder das Gegenüber hat einen so gerne, dass er/sie es auch will oder eben nicht. Da gibt es keine Mitte und kein Augen öffnen. Auch ich musste das einst lernen. War eine harte Lektion.

Jedenfalls erklärte ich meinem Freund, dass wenn er nicht aufhören kann zu kämpfen, solle er die Basis für diesen Kampf entfernen. Sowas geht recht einfach – versuche alles und wenn du das getan hast, kannst du mit gutem Gewissen aufgeben. Diesen Rat hat er befolgt und ihr ein letztes Mal die Frage gestellt ob es eine mögliche Zukunft geben könnte. Sie verneinte diese Frage und damit war das Thema durch. Und jetzt kommt der interessante Part:

1 Tag später sah ich meinen Freund quietschfidel auf der Strasse und es ging ihm blendend. Auf meine Frage ihn, was passiert sei, sagte er nur “Ich habe jetzt Gewissheit und auch wenn es sich nicht so entwickelt hat, wie ich wollte, weiß ich nun zumindest woran ich bin”. Ich dachte zunächst an ein Überspielen seiner Gefühle, aber einige Tage später bekräftigte er diese Aussage. Er sagte, dass er zwar die gemeinsame Zeit vermisse, aber es ihm ehrlich blendend ginge. Er habe erkannt, dass kein Mensch es wert ist, dass man sich wegen diesem Menschen schlecht fühlt. Er könne im Nachhinein keine 3 Dinge nennen, die ihn bei der Frau wirklich beeindruckt hätten. Alles worauf er gebaut hatte, war die Zuneigung, die ohne Frage bestand, und dem Wunsch das Mädel glücklich zu machen – was ja auch wieder eine Bestätigung fürs eigene Ego ist.

Ganz ehrlich – Ich war beeindruckt.

Ich habe dieses Beispiel absichtlich so ausführlich beschrieben, da unser Ego in der Tat eine sehr wichtige Rolle in unserer Gefühlswelt spielt. Dies sollte an diesem Beispiel klar geworden sein.

Doch wo bleiben denn die “echten” Gefühle?

Ich möchte nicht behaupten, dass mein Freund die falschen Gefühle hatte. Er hatte die Kleine gern, davon bin ich überzeugt. Er hat aber den Fehler gemacht, dass er sich von seinem Ego hat steuern lassen und nicht auf seinen Verstand gehört hat. In dem Moment in welchem ihm klar wurde, dass die Beiden keine Zukunft haben, da sie einfach zu unterschiedlich sind (und diesen Moment hatte er schon recht früh – und er kämpfte trotzdem), hätte er es sein lassen sollen. Eines steht außer Frage – man muss einen Mensch gern haben um mit ihm näher zusammen zu sein. Aber das unbeschreibliche Bumm-Bumm von denen uns Hollywood erzählt, gibt es in dieser Form nicht. Das ist eine Erfindung des menschlichen Egos und in der Regel macht es alles kaputt, da es die Basis für rationales Denken raubt.

Ich will auch nicht das “Kämpfen” schlecht reden, aber die Sache ist doch ganz einfach: Mensch A zeigt Mensch B, dass er sie gern hat. Mensch B gibt das nicht zurück. Forget it.

Ich will der Welt eine Sache mitgeben, da ich sie selbst schmerzhaft erfahren musste: Egal wie kaputt ein Mensch ist, welche schlechten Erfahrungen ein Mensch gemacht oder was auch immer einem Menschen zugestossen ist – es gibt den “kalten” Menschen nicht. Jeder kann sich verlieben und Gefühle für sein Gegenüber aufbringen. Gibt man eine gesunde Menge an Gefühlen an sein Gegenüber und es kommt nichts zurück, dann  ist diese Person einfach nicht die Richtige.  Klingt einfach, ist aber so.

Doch worauf sollten wir denn achten, wenn wir verliebt sind?

Ich habe es eben schon angesprochen, die Gefühle müssen da sein. Eine rein rationale Beziehung einzugehen, nur weil es “passt” ist sicherlich nicht der richtige Weg. Es ist eigentlich nicht wirklich schwer. Wenn wir einen Menschen kennenlernen, den wir gern haben und wir uns bei diesem Menschen wohl fühlen, sind Punkt 1 und Punkt 2 doch schon mal durch. Wenn man nun noch gut zusammenpasst (was übrigens nichts mit Alter, Geschlecht, sozialem Stand oder ähnlichem zu tun hat) steht einer Beziehung doch nichts im Weg. Spätestens hier merkt man dann ob es funktioniert oder nicht.

Daraus wächst dann Liebe… und das ist es wonach man im Leben streben sollte.

Auf das unbeschreibliche Bumm-Bumm zu warten ist jedenfalls nicht das Richtige – da es nicht existiert, ausser in unserem Ego.

“Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere Dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.”
Siddhartha Gautama

Ein Freund von mir fragte mich neulich um Rat, wir er mit einer – in seinen Augen sehr außergewöhnlichen – Situation umgehen solle. Ich habe ihm das geraten, was jeder gute Freund in dieser Situation rät und damit war das Thema für mich eigentlich erledigt. Irgendwie hat mich das Ganze aber nicht so richtig losgelassen und so begann ich mit Menschen zu sprechen und deren Meinungen und Erfahrungen zu sammeln. Was ich hierbei in vertraulichen Gesprächen erfahren durfte, war enorm. Doch worum gehts überhaupt?

Besagter Freund ist ein paar Monate älter als ich und er lernte vor einiger Zeit ein 17-jähriges Mädchen kennen. Zunächst dachte er sich nicht viel dabei und die beiden führten ein wenig Smalltalk, doch recht schnell entwickelte sich daraus das eine oder andere tiefgründige Gespräch. Er selbst war wohl überrascht von der Tiefe der Gespräche, die er mit einem soviel jüngerem Mädel führen konnte und auch die Kleine war offenbar überrascht von der ähnlichen Wellenlänge. So ging es wohl einige Zeit, bis sie sich das erste Mal näher kamen. Offenbar war auch hier nicht der erwartete Generationenkonflikt zu erkennen und sie hatten offenbar eine recht gute Zeit.

So ging das eine ganze Weile bis die obligatorische “Ich will mehr” Situation eintrat. Diese tritt übrigens immer ein, entweder bei ihr oder bei ihm. In 99% der Fälle ist spätestens an dieser Stelle Schluß, es sei denn beide Seiten haben sich verliebt. Leider sollte meinen Freund dieses Glück nicht wiederfahren. Oder sollte man eher sagen zum Glück? Ich weiß es nicht. Doch wie ging es weiter?

Er tat das, was jeder Mensch der sich verliebt tut – er sprach über seine Gefühle und offenbarte sie ihr. An dieser Stelle wäre wohl jede Frau ab… sagen wir mal ab 21… dazu übergegangen die Sache zu beenden, er hatte Glück. Zumindest dachte er das damals noch. Sie war zwar etwas zurückhaltend, aber sagte auch ihm, dass sie verliebt sei.

1 Woche später war alles vorbei.

Wie kommt das?

Ich dachte er wäre ein Einzelfall, aber in der Tat kommt so etwas gar nicht so selten vor. Betrachten wir zunächst mal den Altersunterschied und die Motivation der jeweiligen Personen.

Warum überhaupt Interesse?

ER ist Ende Zwanzig und lernt ein junges Mädchen mit 17 Jahren kennen. Seine anfänglichen Bedenken, dass sie noch komplett unreif sei, widerlegen sich durch die Gespräche. Er sieht in der Kleinen die Möglichkeit sie noch ein wenig zu formen, was man nicht negativ interpretieren sollte. Ein “älterer” Mann hat nun mal in der Regel schon einiges an Lebenserfahrung hinter sich und möchte diese Erfahrung natürlich auch weitergeben. Wenn er nun ein junges Mädel kennenlernt sieht er darin die Chance ihr die schlechten Erfahrungen zu ersparen und direkt die schönen Dinge des Lebens aufzuzeigen. Des Weiteren sind sicherlich Faktoren wie ein schöner Körper, ein junges Gesicht und ganz besonders die Tatsache, dass sie noch nicht durch die Arschlochtypen dort draußen in der Welt kaputt gemacht wurde, eine Motivation. Mein Freund nannte als Motivation zwar nur eines: Er war verliebt. Ich persönlich glaube ihm, aber ich bin mir sicher, dass die genannten Faktoren durchaus auch eine Rolle gespielt haben.

SIE dagegen ist noch recht  unerfahren, hat sicherlich schon die eine oder andere Eskapade in ihrem Leben erlebt und glaubt zu wissen, dass sie bereits alles krasse und ultimative in ihrem Leben erlebt hat. Dennoch ist es natürlich spannend, wenn plötzlich ein “älterer” Mann Interesse an ihr zeigt. So weiß doch ein fast 30jähriger sehr viel mehr über das Leben als die Jungs im ähnlichen Alter. Erfahrungen sind hier definitiv das Stichwort. Es ist erfrischend einen Mann kennenzulernen, der weiß was eine Frau mag, der weiß wie man sie zu behandeln hat und der auch mit beiden Beinen im Leben steht.

Wo genau liegt jetzt das Problem?

Das Problem liegt in der Tat nicht zwangsweise am Alter, ich will das auch nicht pauschalisieren. Das Problem liegt auch nicht in den unterschiedlichen Erfahrungsstufen der beiden. Das Problem ist ein unterschiedliches Verständnis der zwischenmenschlichen Beziehung und dem damit verbundenen Handeln.

Eine solche Affaire läuft immer genau solange gut, bis einer von beiden sich verliebt – dies ist in der Regel – in diesem Altersbereich -  der Mann. In diesem Moment ist es ganz natürlich, dass man “mehr” fordert und die “Kleine” ist dann einfach völlig überfordert. War es doch bisher eine spannende und interessante Erfahrung begehrt zu werden, muss sie sich nun plötzlich aus dieser bequemen Situation herausbewegen und Verantwortung übernehmen. Es geht plötzlich nicht mehr um ein unkompliziertes Miteinander á la “haben wir diese Woche keine Zeit, dann eben die nächste Woche”, sondern um Verpflichtungen. Selbstverständlich ging das Mädel diese Verpflichtungen auch schon bisher in ihren Beziehungen ein, doch in diesem Fall stellen sich ganz neue Situationen und Probleme. Es geht nicht mehr darum nur  zusammen Zeit zu verbringen, sondern plötzlich seinen Freunden, seiner Familie und sich selbst gegenüber zu rechtfertigen warum man plötzlich einen soviel älteren Freund hat. Ist ja nicht normal. Das natürliche “Ich will mit Dir zusammen sein” wird überschattet von einer Angst vor dem Unbekannten und dem Gefühl sich entsprechend älter zu benehmen als man eigentlich ist. Sie bekommt Angst ihre Identität zu verlieren.

Diese Angst ist auch berechtigt. Seien wir mal ehrlich – wenn ich mein Leben heute anschaue, muss ich gestehen dass ich noch geistig recht jung geblieben bin (ausserhalb des Business wohlgemerkt). Ich gehe noch immer gerne Party machen und unternehme gerne verrückte Sachen. Wäre ich Familienvater wäre das sicherlich anders. Dennoch habe ich nicht mehr Bedürfnis jedes Wochenende 48 Stunden auf Achse zu sein oder jeden Abend mit meinen Freunden zu verbringen. Das ist normal in diesem Alter. Es ist aber auch normal für die 17 jährige eben genau das Gegenteil zu tun und hier ergeben sich einfach zwangsläufig enorme Reibepunkte.

Diese Reibepunkte müssen nicht bedeuten, dass es nicht klappen kann – aber sie sind definitv eben genau das – Reibepunkte. Mein Freund gab sich der Hoffnung hin, dass die Gefühle es schon retten würden – um ehrlich zu sein, teile ich diese Meinung, da ich dann doch irgendwie ein bisschen ein Romantiker bin und denke dass Gefühle immer das wichtigste in einer Beziehung sind. Genau hier ist aber der Knackpunkt. Eine 17 jährige denkt einfach noch nicht so – das hat nichts damit zu tun, dass sie ein schlechter Mensch ist, sondern liegt in der Natur der Sache. Als fast 30 jähriger weiß man, dass Freunde und Party zwar ein wichtiges Element im Leben sind, aber nicht das wichtigste. Wenn man die 10. Affaire und die eine oder andere gescheiterte Beziehung hinter sich hat, weiß man dass es nicht darauf ankommt, was die Rahmenbedingungen für positive Zukunftsaussichten mit sich bringen, sondern das die Basis stimmt. Diese Basis lautet Verliebtsein und der Rest ergibt sich. Ich kenne soviele Menschen, die sich auf eine vielversprechende Zukunft eingelassen haben und gescheitert sind. Natürlich kenne ich auch einige Menschen, die nur auf ihr Herz gehört haben und es auch hier nicht geklappt hat. Fakt ist, dass die richtige Mischung aus Emotion und Vernunft der richtige Weg sind.

Ich will nicht pauschal behaupten, dass so etwas nicht klappen kann, aber wenn man so eine Liebe wagt (und ich bin übrigens absolut nicht dagegen – wer sich gerne hat, soll zusammen sein – egal wie der Altersunterschied ist), dann ist das absolut Wichtigste überhaupt Kommunikation. Beide Seiten müssen miteinander reden, müssen über die Sorgen und Ängste sprechen und auch darauf eingehen. Das grundlegendste Bedürfnis eines jeden Menschen ist das Streben nach Sicherheit. Fakt ist, je jünger man ist, desto stärker ist dieses Streben. Die Verantwortung sich plötzlich dem Unbekannten hinzugeben ist nicht zu unterschätzen – vor allem bei einem jüngeren Menschen. Sowas macht Angst und da ist der Punkt, an dem das Mädel sich unter Druck gesetzt fühlt nicht weit entfernt.

Was hätte mein Freund tun können?

Mein Freund fragte mich, was er hätte anderes tun sollen als ihr seine Gefühle zu offenbaren. Ich denke, dass es absolut richtig war. Sowohl er als auch ich sind der Meinung dass das Spiel “Ich zeige Desinteresse und wecke damit Interesse” zwar sehr häufig angewendet wird, aber auf keinen Fall richtig ist. Wenn man einen Menschen gern hat, dann soll man das zeigen können. Ich spreche hierbei nicht von der totalen Aufgabe seiner selbst und dem Klettenverhalten, aber wir sind nun mal Menschen und haben Gefühle. Wenn das Gegenüber die gleichen Gefühle hat, dann wird es auch funktionieren. Das genannte Spiel ist nur ein Balzverhalten und setzt uns auf eine Ebene mit der Tierwelt und davon halte ich nichts. Ich bin Humanist ;)

Leider kenne ich die Kleine nicht und weiß daher auch nicht was in ihr vorgeht. Ich persönlich schätze aber, dass sie ihn zwar gern hatte, aber sich einfach überfordert gefühlt hat. Sowohl überfordert als auch selbst überschätzt. Für eine 17-jährige ist der Begriff des Verliebtseins vielleicht eher ein Begriff der Verknalltseins, sprich Begeisterung für jemanden zu empfinden. In meinem Alter gibt es so etwas wie verknallt sein aber nicht mehr – basierend auf den Erfahrungen die man gemacht hat, macht es entweder im Herzen “klick” oder eben nicht. Diese Begeisterung ist dann echt und verschwindet nicht nach kurzer Zeit wieder. Ich will nicht sagen, dass ein junger Mensch nicht lieben kann, aber wenn man älter ist bedeutet der Begriff des Verliebtseins sicherlich weniger Oberflächlichkeit.

Fazit

Paolo Coelho hat mal wunderbar im “Alchimisten” geschrieben: “Wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das Universum darauf hinwirken, daß du es erreichen kannst.” Dieses Zitat ergänze ich gerne noch aus dem “Kleinen Prinzen”: “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar”.

Diese wunderbaren Zitate beschreiben das, worauf es im Leben immer – und zwar wirklich IMMER – ankommt. Man muss auf sein Herz hören, nur so hat die Möglichkeit glücklich zu werden. Dennoch sollte die Vernunft eine Rolle spielen, aber eben nur eine dem Herzen untergeordnete. Mein Freund hat nur einen Fehler gemacht: Er hat das Denken mit dem Herzen aus seiner Sicht gesehen und nicht erkannt, dass die Kleine einfach noch auf einer anderen Interpretationsebene war.

Ein guter Freund von mir erzählte mir neulich von einer Unterhaltung, die er beim Mittagessen vom Nachbartisch aufgeschnappt hat. Er fand das so interessant, dass er mir die Geschichte kurz erläuterte und mich nach meiner Meinung fragte. Fand das Thema ganz interessant, daher möchte ich das an dieser Stelle kurz aufzeigen.

Die Situation war die Folgende: Ein Mann ist seit einigen Jahren in einer festen Beziehung und hat eine sehr gute Freundin. Zwischen der Freundin und ihm lieft bisher nie mehr als Freundschaft, dennoch fühlt er sich in den letzten Monaten immer mehr zu dieser Frau hingezogen. Zugleich behauptet er aber seine langjährige Beziehung zu lieben und soweit “eigentlich” ja auch glücklich zu sein. Er stellte also die Frage an seinem Freund, ob es denn möglich sei, dass man 2 Menschen liebt…

Die Antwort auf diese Frage ist recht einfach: Nein.

Ich glaube nicht, dass man tatsächlich 2 Menschen lieben kann, sofern wir Liebe als die Vollendung innerhalb einer Beziehung definieren. Der gute Mann erlebt etwas, was wir wohl alle in unserem Leben erfahren, wenn wir mal einige Zeit mit einem Partner zusammen sind. Der Alltag nimmt die Überhand, das Prickeln ist nicht mehr so wie am Anfang und man kennt seinen Partner einfach in und auswendig. Da wir alle Menschen sind und somit mit dem Geschenk gesegnet sind auch freundschaftliche Verhältnisse zu unseren Mitmenschen pflegen zu dürfen, entwickelt sich natürlich auch hier eine gewisse Form der Zuneigung, des Vertrauens und der Wertschätzung - ganz ähnlich wie bei dem aktuellen Partner der Beziehung.

Der Unterschied liegt hierbei in der Regel aber definitiv in Charme des “Halb-Neuen”, d.h. anders als bei einer Affaire mit einer noch unbekannten Person haben wir zu unseren andersgeschlechtlichen Freunden bereits eine sehr wichtige Basis aufgebaut, sind aber nie an die Grenzen gekommen, die wir in unserer aktuellen Beziehung bereits überschritten haben. Somit ist der – nennen wir ihn mal – “final step” bei unserer Freundin (Kumpel) noch nicht gegangen worden und das macht das Ganze interessant. Unser Gehirn spielt uns dann einen kleinen Streich – wir glauben Gefühle für unsere Freundin entwickelt zu haben, die über eine Freundschaft hinaus gehen. In Wirkichkeit dagegen ist es einfach nur der Reiz des Unbekannten, der jeden Mensch antreibt und nicht eine wirkliche Liebe, wie wir sie unserem Partner gegenüber empfinden.

Wäre ich der Freund von diesem Herrn gewesen, hätte ich ihm einen ganz einfachen Rat gegeben. Ich hätte ihm geraten, sich mit seiner Freundin auf etwas “verbotenes” einzulassen, aber dabei zu versuchen die Grenze des Fremdgehens nicht zu überschreiten. Die Kunst liegt hierbei darin, sich auf einer Ebene anzunähern, die den Reiz des Unbekannten minimiert und zugleich nicht einen Betrug gegenüber dem Partner zur Folge hat.

Die Menschen haben die Angewohnheit immer gleich in Extremen zu denken und vernachlässigen häufig die Möglichkeit einer Annäherung. Ja, einfach mal mit dem Feuer spielen – in der Regel erkennt man selbst ob es richtig oder falsch ist bevor man sich verbrennt. Für welche Richtung man sich dann entscheidet ist jedem selbst überlassen. Es ist ja durchaus auch möglich, dass die Freundin in der Tat der bessere Partner als der Aktuelle ist. In der Regel aber wird man recht schnell merken, dass hier unterbewußte Wunschvorstellungen (nämlich die einer Ergänzung für die eigene aktuelle Beziehung) der eigentliche Motivator sind.

Was lernen wir daraus? Wenn wir uns einer Sache unsicher sind, hilft es nicht davor wegzurennen. Wir müssen uns den Dingen stellen und eine Antwort auf die Unsicherheit finden – nur so können wir uns wieder voll und ganz auf das konzentrieren was wir bereits besitzen.

Und wenn es zu dem unwahrscheinlichen Fall kommen sollte, dass man tatsächlich mit der Freundin seinen Partner betrügt? Dann kann ich nur wärmstens Kapitel 8 empfehlen – was Hunde und Menschen gemein haben ;)

Ich bin ein Mann.

 

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und denken Sie darüber nach, welche Assoziationen Sie mit dieser Aussage verbinden. Bestimmt sammeln sich bei Ihnen Begriffe wie „Machogehabe“, „Stärke“, „Gefühlskälte“, „Penis“ und wohl auch „mangelnde Sensibilität“ irgendwie in den Kopf.

Ich gratuliere Ihnen – ich behaupte, dass 80% der Menschheit genauso denkt und somit hat auch 80% der Menschheit Recht.

Männer sind großmäuliger als Frauen. Männer sind stärker als Frauen. Männer können mit emotionalem Schmerz besser umgehen als Frauen. Männer haben ein Penis. Und ja, Männer sind unsensibel.

Aber Männer haben Gefühle.

 

Es war mir wichtig, dies zunächst darzulegen, damit ein kleines bisschen Glaubwürdigkeit in diesem Kapitel bestehen bleibt. Ich weiß also wovon ich rede.

 

Wir leben in einer Zeit, die enorm schnelllebig ist. Wir leben außerdem in einer Zeit, in welcher es uns so gut geht wie nie zuvor. Vor allem aber leben wir in einer Zeit, in der wir verlernt haben, dass Schmerz und Enttäuschung zum Leben dazu gehören.

 

Die Generation Weltkrieg war da sicher noch anders, nur leider ist die Lebensdauer eines jeden Menschen begrenzt und somit sterben diese Menschen der Zeitgeschichte langsam aus. Da die meisten von uns das große Glück haben in einer friedlichen Welt aufgewachsen zu sein, stellen sich uns ganz neue Probleme, die für die o.g. Generation wahrscheinlich kaum eine Bedeutung hatten. Während viele früher um ihr nacktes Überleben kämpfen mussten, schlagen wir uns mit Ratgebern für die perfekte Liebe und der Frage ob wir nun in der Karriereleiter noch eine Stufe höher steigen können, rum.

 

Aber es ist wie es ist – zu unser aller Leben gehört der Konflikt und wenn eben gerade kein Krieg und Zerstörung zur Hand sind, macht man sich eben das Leben mit dem emotionalen Kampf schwer.

 

Ich habe in meinem Leben viele Menschen kennengelernt, die belogen, verarscht, enttäuscht und seelisch missbraucht wurden. Ich zähle mich dazu.

 

Diese Erfahrungen prägen uns und diese Erfahrungen ändern uns. Viele Menschen schwören sich, dass so etwas nie wieder passiert und dennoch fliegt man immer wieder aufs Neue auf die Schnauze. Gerade hat man wieder begonnen einem Menschen zu vertrauen und eben dieses Vertrauen wird schamlos missbraucht. Da lässt man es doch besser gleich sein.

 

Man beginnt also eine emotionale Mauer um sich herum aufzubauen an der jeglicher potentieller Schmerz abprallt, da man es gar nicht erst soweit kommen lässt verletzt zu werden. Man tröstet sich in seiner Arbeit und setzt seine Ansprüche an die Liebe und die Beziehungen herunter.

Einige Jahre später und die eine oder andere oberflächliche Erfahrung stellt man fest, dass irgendwie jeder aus dem Bekanntenkreis seit Jahren in einer festen Beziehung ist, nur man selbst alleine da steht.

 

Das mag etwas dramatisch klingeln und vielleicht ist es auch etwas überzogen betrachtet, aber ich habe eben diese Menschen kennengelernt. Menschen die sich nicht öffnen können, Menschen die ihre Gefühle nicht ausleben, Menschen die ihr Leben auf Sparflamme „genießen“. Eines kann von ihnen sicherlich nicht behaupten: Leben pur.

 

Niemand sagt, dass es einfach ist Enttäuschungen oder Verletzungen wegzustecken. Dennoch muss man sich in dieser Situation die simpelste aller Fragen stellen: Was soll man denn bitte sonst tun?

 

Ich denke diese Menschen müssen lernen, dass es zum Leben dazugehört schlechte Erfahrungen zu sammeln und müssen sich vor allem darüber klar sein, dass es keine Alternative zu Vertrauen gibt. Es ist nicht möglich eine erfüllte Beziehung zu leben, wenn man dem Partner nicht vertraut. Ich bin kein Psychologe aber vielleicht ist es gerade deshalb so einfach die offensichtlichste Lösung bei einem solchen Problem zu beschreiben. Springt über Euern Schatten und geht das Risiko erneut ein. Versucht aus der Erfahrung zu lernen, versucht dieselben Fehler nicht wieder zu begehen, seid vorsichtig, aber schlussendlich geht das Risiko ein.

 

Eine gute Freundin von mir erzählte mir neulich, dass sie in ihrer letzten Beziehung derart gelitten hat, dass sie sich geschworen hat so etwas nie wieder zuzulassen. Ganz ehrlich, ich finde das traurig. Natürlich gibt es dort draußen eine Menge Typen, die nichts anderes wollen als der jungen Dame die Schlafzimmerdecke von unten zu zeigen. Das ist aber auch okay so. Wer das möchte, soll sich genau darauf einlassen, wer es nicht möchte sollte einfach vorsichtig sein. Es gibt aber auch genug Männer, die es in der Tat ernst meinen und es gibt sogar solche, die zwar ernste Absichten haben es selbst aber noch nicht wissen. Nehmt euch einfach ein bisschen Zeit und lasst es langsam angehen. Wenn der Partner wirklich ein ernsthaftes Interesse hat, dann kann er auch eine gewisse Zeit warten, bis er das „Ziel“ erreicht. Spätestens dann merkt man(n) recht schnell wie ernst die Absichten sind.

 

Wenn ihr verletzt wurdet, ist es völlig in Ordnung in Zukunft vorsichtiger zu sein. Macht aber nicht den Fehler durch eure Angst das Leben nur halb zu leben.

 

Was wäre das Leben ohne Erfahrungen? Der eine macht sie früher, der andere später – aber jeder macht sie.

 

Erfahrungen sind wichtig. Sie prägen uns. Sie verhindern, dass wir Fehler erneut begehen. Oder aber sie sorgen dafür, dass wir einen Fehler erneut machen und uns danach tierisch ärgern, dass wir so dumm waren diesen Fehler erneut zu begehen. Wie auch immer, Erfahrungen erweitern unseren Horizont und machen uns zu dem was wir sind.

 

Was aber wenn die Erfahrungen bzw. Erlebnisse der Vergangenheit einen plötzlich einholen?

 

Wer kennt es nicht? Man kommt gerade mit seiner neuesten Flamme ausm Kino und zack – da steht die flüchtige Bekannte von vor paar Jahren und man grüßt sich (eventuell) freundlich. Natürlich sind Frauen neugierig und wollen dann gleich wissen, wer das denn nun war. Wenn man(n) klug ist, sagt man jetzt „Das war meine Schwester“ – dann ist das Gespräch in der Regel beendet. Wenn man Pech hat, ist die Holde aber ganz heiß drauf Deine Familie kennenzulernen und spricht die junge Dame dann sogleich an… Aua – kann nach hinten los gehen. Selbst wenn sie es nicht tun sollte, wird die Tatsache, dass die Anzahl der weiblichen Geschwister sich über die kommenden Wochen eventuell enorm erhöhen, ein wenig das Misstrauen bei der neuen Freundin wecken. Das Familientreffen spreche ich an dieser Stelle gar nicht erst an.

 

Bringt halt nicht viele zu lügen und warum kann man nicht einfach ehrlich sein und sagen „Hey, das war ne Ex von mir“?

 

Seien wir doch mal ehrlich, niemand will wissen mit wie vielen Personen der neue Partner nun schon was hatte. Dieser Wunsch nach Unwissenheit scheint auch mal wieder so ein Ego-Ding der Menschen zu sein – Konkurrenzdenken und solche Dinge.

 

Dabei ist doch die Wahrheit die, dass jeder von uns seine Vergangenheit hat und dazu auch stehen sollte. Ich persönlich kenne Menschen, die haben 10 Jahre ihres Lebens damit verbracht sich ständig neue Betten zu kaufen, da die Kerben keinen Platz mehr hatten. Dann ganz plötzlich hat es „Bumm“ gemacht und sie wurden die liebsten und treusten Familienväter. Jeder hat seine Phasen, seinen Charakter und seine Vorlieben – und solange man nicht den Partner gefunden hat, ändern sich diese auch nicht.

 

Warum also sollte man nun plötzlich so tun als wäre man sein Leben lang brav in der Bibelstunde gewesen und hätte nie verrückte Dinge getan? Natürlich braucht man so was nicht an die große Glocke hängen – das ist meist ziemlich arm. Und natürlich muss man auch nicht darauf ehrlich antworten, wenn die neue Freundin fragt, mit wie vielen Partnern man denn nun schon den Beischlaf geübt hat. An dieser Stelle lügt sowieso jeder – egal ob männlich oder weiblich.  Irgendwer hat mal die Regel aufgestellt, dass Männer immer mit Faktor 3 rechnen, Frauen dagegen mit dem Teiler 3…. dennoch kann man doch ehrlich sagen, dass man eine Zeitlang vielleicht eher mal die Sau rausgelassen hat. Wenn der neue Partner das nicht vertragen kann, wird es sowieso schwierig. Solange man seinem neuen Partner das das Gefühl gibt, dass er / sie wirklich etwas Besonderes ist, sollte es doch keine Probleme geben.

 

Wenn ich mich heute so im Internet umschaue werde ich erschlagen von adultfriender und mydirtyhobby Websites. Dort exibitionieren sich Menschen gezielt im Netz, veröffentlichen ihre pornographischen Videos und Bilder und füllen sich eventuell so ihr Taschengeld auf.

Yeah, viel Spaß beim nächsten Bewerbungsgespräch.

Soweit muss man dann nun ja doch nicht gehen, dennoch halte ich es nicht für schlimm nach außen hin eine authentische Person zu sein. Wenn jemand ein Frauenheld war, dann sollte er nicht versuchen dies zu leugnen – umgekehrt genauso. Die Leute sollten dazu stehen, was sie in ihrem bisherigen Leben getan haben und sich dafür auch nicht schämen.

 

Wenn ich morgen eine Frau kennenlernen würde und sie würde mir erzählen, dass sie eine gewisse Zeit mal hier und mal dort war, würde mich das nicht stören. Ich erwarte von meiner Partnerin, dass sie jetzt mit mir zusammen ist und das entsprechend auch durchzieht… davor kannten wir uns nun mal nicht und das sollte die Vergangenheit nun mal auch die solche sein.

 

Also liebe Leute, macht mal langsam mit euren Vorurteilen und gebt den Jungs und Mädels ne Chance bevor ihr sie abstempelt.

 

 

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